Ephata - öffne dich
 

Bild und Texte: © Thomas Pohl 


Aus dem ersten Johannesbrief

Seht, welche Liebe uns der Vater geschenkt hat: Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es. Deshalb erkennt die Welt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes. Doch ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Jeder, der diese Hoffnung auf ihn setzt, heiligt sich, so wie er heilig ist. Jeder, der die Sünde tut, handelt gesetzwidrig; denn Sünde ist Gesetzwidrigkeit. Ihr wisst, dass er erschienen ist, um die Sünden wegzunehmen, und in ihm ist keine Sünde. Jeder, der in ihm bleibt, sündigt nicht. Jeder, der sündigt, hat ihn nicht gesehen und ihn nicht erkannt. Meine Kinder, lasst euch von niemandem in die Irre führen! Wer die Gerechtigkeit tut, ist gerecht, wie er gerecht ist.

 

Gedanken zum Bibeltext:

Jeder Mensch stellt sich eines Tages die Frage: Wer bin ich?! Sich selbst zu erkennen ist eine der tiefsten Wünsche des Menschen. Gefährlich bei dieser Suche nach der eigenen Identität, sind Antworten, die einengen, die eine Entwicklung oder eine mögliche innere Veränderung blockieren, Beispielsweise Antworten von anderen Menschen oder Institutionen, wie wir sein sollen…

Um uns selbst zu erkennen, lädt Johannes ein, unseren Blick auf Gott zu richten. Wir alle sind empfindsam, wenn Andere ihre Meinung über uns äußern; unsere Selbsteinschätzung schrumpft, wenn wir auf Unverständnis stoßen oder unsere Absichten entstellt werden.

Sobald wir den Blick auf die Liebe richten, die Gott uns in seiner ständigen Gegenwart, in seinem Verzeihen schenkt, begreifen wir, wer wir sind: Geliebte Kinder Gottes, wie Christus der geliebte Sohn Gottes ist.

Aber was können wir tun, wenn die Lücke zwischen dem, was wir von Christus wissen und dem, was wir in unserem eigenen Leben vorfinden, unüberbrückbar scheint?! Es ist das Vertrauen darauf, dass wir schon jetzt das sind, was wir eines Tages sein werden, was noch nicht sichtbar ist. Es gibt kein Mittel, sich selbst Christus ähnlich zu machen. Aber wer auf die Liebe schaut, die Gott für uns hat, und glaubt, dass er Christus schon ähnlich ist, der wird es mit Sicherheit auch für sich selbst spürbar werden lassen. Hoffnung bedeutet nicht Unsicherheit, sondern ein in die Zukunft gerichtetes Vertrauen. Lassen wir uns nicht beunruhigen von den Urteilen, die andere über uns fällen, sondern leben wir in dem Vertrauen, dass wir eines Tages im Licht Christi sein werden. 


(verwendete Quellen: Frère Roger, Taizé)




Die besondere Bedeutung des Glockenläutens
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Der Wert der Gemeinschaft
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Vom unaufhörlichen Denken zum unaufhörlichen Gebet
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Auf dem Antlitz der Kirche erstrahlt das Licht Christi
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Es gibt ihn doch - den Engel
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